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Istrien, Geschichte auf jedem Schritt und Tritt
Das Amphitheater in Pula, oder auch Arena genannt, ist eines der sechs größten römischen Amphitheater der Welt. Es wurde im 1. Jahrhundert in der Zeit des Kaisers Vespasian errichtet und diente vor allem für Gladiatorenkämpfe vor etwa 20.000 Zuschauern. Dieses größte antike Bauwerk Istriens hat eine elliptische Form, Dimensionen 132 x 105 Meter und eine Höhe von 32 Metern. Es ist tagsüber für Besichtigungen geöffnet, und an warmen Sommerabenden wird es zu einer perfekten Bühne für Pop- oder Rockkonzerte, Opern und Ballette sowie für das Filmfestival, das eine fünfzigjährige Tradition hat. In seinen unterirdischen Trakten wurde die Ausstellung „Der Olivenanbau und der Weinanbau Istriens in der Antike“ mit Werkzeugen für die Öl- und Weinproduktion und einer großen Anzahl von Amphoren eingerichtet. Die Euphrasius-Basilika trägt den Namen des Porecer Bischofs, der sie im 6. Jahrhundert bauen ließ. Obwohl auch ältere Bodenmosaike erhalten sind, stellen die Mosaike in der Apsis den wertvollsten Teil der Kirche dar. Der ganze Komplex (eine dreischiffige Kirche mit Baptisterium, Atrium und ehemaliger Bischofspalast) wurde 1997 in die UNESCO-Liste des geschützten Weltkulturerbes aufgenommen.
Dvigrad auf einer Anhöhe innerhalb der Schlucht Limska Draga unweit von Kanfanar ist die größte Ruinenstadt. Obwohl in ihrer Nachbarschaft einst zwei Kastelle lagen (daher auch der Name Dvigrad - „Zweiburg“), hat nur eine Ruine überdauert. Das im 17. Jahrhundert nach einer Pestepidemie verlassene Kastell ist heute ein imposantes Kulturdenkmal mit einer Fläche von 16.000 Quadratmetern.
Nesactium, eine antike Stadt vier Kilometer von Pula entfernt, war der Thronsitz der Histri, die von den Römern im Jahre 177 vor Christus besiegt wurden. Die Kirche St. Blasius in Vodnjan ist die größte Kirche Istriens und besitzt mit etwa 60 Metern Höhe den höchsten Glockenturm Istriens. Sie birgt die mumifizierten Körper dreier Heiliger und mit 730 Kunstwerken und Gebrauchsgegenständen auch die größte sakrale Kunstsammlung Istriens.
Ein Muss sind auch die Allee der Glagoliter, eine Reihe von Steindenkmälern entlang der Straße von Roè nach Hum zur Erinnerung an die älteste slawische Schrift, die glagolitische Schrift, die antiken Residenzkomplexe in der Bucht Verige auf Brijuni, der Triumphbogen der Sergier, der Augustustempel, das Kleine römische Theater und das Kastell in Pula, die Kirche der hl. Euphemia in Rovinj, das größte Paulinerkloster Istriens in Sveti Petar u ©umi, die Fresken in der Kirche der hl. Maria am Felsen in Beram und in der Kirche St. Jakob in Vi¾inada sowie die Ka¾uns, kleine Feldhütten aus Trockenmauern, das bekannteste Symbol Istriens.
(Kroatische Zentrale für Tourismus)
